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Frühjahrstreffen im Oberaargau und Emmental
Mittsommerwochenende vom 23. + 24. Juni 2001

Sorgfältig vorbereitet luden Jolanda und Kurt Burkhalter zu sich in den Oberaargau mit Ausfahrt ins Emmental ein. Zur sorgfältigen Vorbereitung gehörte auch, das bestellen des entsprechenden Wetters. Gleich zum vorweg nehmen. Dieser Punkt wurde während des ganzen Wochenendes zu hundert Prozent erfüllt. Wie Kurt dies zu Stande brachte bleibt sein Geheimnis...
Am Samstagnachmittag fanden sich also bei schönstem Wetter knapp 30 Personen mit 8 Volvos ein. Ausgerüstet mit guter Laune, Grill- und Schlafzeugs. Nach der herzlichen Begrüssung und dem ersten Durstlöschen erhielten alle einen kniffligen Wettbewerb. Gespickt mit technischen, politischen, aktuellen und lokalen Fragen forderte der Wettbewerb alles von den Teilnehmern. Einzeln oder in Gruppen wurde gegrübelt und nach den Lösungen gesucht. Nicht nur Theorie war angesagt, Nein auch praktisches. So galt es einen Apfel zu schälen, so dass «d’schinti» an einem Stück so lang wie möglich wurde. 199 cm war der absolute Rekord.
Am frühen Abend hiess es Bettenbezug. Die Karawane machte sich zu Fuss ins Städtli und bezog seine Betten in Fischers Herberge. Um halb sieben spielte die – wie Kurt sagte – Stadtmusik auf. Eine einheimische 6-köpfige Dudelsack Formation spielte auf und begeisterte die Anwesenden total. Schottenröcke in Wangen an der Aare! und dies bei diesen Temperaturen.
Während der Dudelsack Einlagen steigerte sich der Grill zur Höchstform, so dass bald die verschiedensten Köstlichkeiten vor sich hin brutzelten. Bei diesem Kaiserwetter konnte man sich nichts schöneres Vorstellen als draussen zu sitzen und seinen Gaumen und die Sinne verwöhnen zu lassen. Die köstlichsten Salate und die leckersten Desserts wurden aufgefahren. Nur die Menge der angebotenen Köstlichkeiten mit der Menge die man zu sich nehmen konnte standen nicht im Einklang. Das Angebot war eindeutig grösser.
Die Auflösung des Wettbewerbs machte grossen Spass und jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer bekamen einen Preis. Bei der anschliessenden Versteigerung wechselte einer der Stehtische – welche für den OTM in Fribourg angefertigt worden waren – den Besitzer.
Die Letzten gingen weit nach Mitternacht zu Bett und die Ersten waren schon knapp nach den ersten Sonnenstrahlen wieder auf den Beinen. Zum Frühstück fanden sich alle im Städtli ein und genossen das wunderbare und gemütliche «z’Morge».
Nach dem Eintreffen weiterer Teilnehmer – nun insgesamt 6 Volvos mit BE Kennzeichen von insgesamt 15 – und kleineren Reparaturen und Servicearbeiten an den Fahrzeugen rief Kurt zur Fahrerbesprechung. Mit Jolanda hatte er eine interessante Strecke abgefahren und verteilte das «Road-Book». Aufgeteilt in drei Teilstücke à je 30 Kilometer machte sich der Fahrzeugtross, angeführt durch Jolanda und Vreni auf den Weg. Kurt war der Besenwagen.
Trotz einiger Orientierungsschwierigkeiten diverser Fahrer fanden alle den Weg nach Affoltern i.E. zum Besuch der Schaukäserei. Viel Kurzweil und Interessantes wurde geboten. Einblick in die Käseherstellung damals und heute, eine lustige Veloausstellung und last but not least Kultur und Bräuche der Nordamerikanischen Indianer, boten wirklich jedem etwas.
Weiter ging die Fahrt über schönste Emmentaler Höhenzüge vorbei an einsamen, «stotzigen» Gehöften nach Eriswil. Zum Glück fuhr Ändu mit. Als versierter Mechaniker löste er die Bremsprobleme eines Teilnehmers souverän; so dass auch diese Equipe zum wohlverdienten z’Vieri kam.
Die meisten bestellten etwas Währschafftes. «Hamme u Härdöpfusalat» und zum Dessert «ä Coup» oder «ä Merängä». Die Grösse der «Merängä» löste allenthalben Erstaunen und Erheiterung aus. Entgegen den allgemeinen Befürchtungen diese «Merängä» nicht aufessen zu können – nota bene nach der «Hamme» – blieb kein Krümel davon übrig. Super war sie die «Merängä»! Alle die keine hatten, haben etwas verpasst.
Nach dem z’Vieri löste sich die Gemeinschaft auf und die Meisten machten sich von hier aus auf den Heimweg. Vor allem die Ostschweizer hatten diesmal einen Meter mehr zu fahren, als die sehr zahlreich vertretenen Berner. Distanz ist in der kleinen Schweiz halt doch noch ein Thema. Vor allem bei unserer Topographie, was uns diese Ausfahrt eindrücklich vor Augen führte.
Schön war es und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern hat es sehr gut gefallen. Auch die Kinder hatten ihren Spass, mussten sie doch einmal nicht früh zu Bett. Dieses Wochenende war ein Hit und machte «Mittsommer» alle Ehre. Vielen Dank Kurt und Jolanda für die tolle Organisation und Eure Gastlichkeit.

Sepp und Vreni Berglas

Herbstausfahrt in den Vorarlberg und das bayrische Allgäu, erste schweiz.-österreichische Gemeinschaftsproduktion (6. / 7. Oktober 2001) 

Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich am Samstag 6.Okt. 2001 um 11 Uhr über 30 Fahrzeuge bei der Volvovertretung Heinz Nagel in Götzis (Vorarlberg). Schlussendlich zählte ich 35 Autos (um bei den Klassikern zu bleiben: 12 Buckel, 1 Duett, 13 Amazonen, 1 Amazonkombi, 3 Coupes, 1 Schneewittchen) mit Kennzeichen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. 
Unter dem Patronat der Buckel-Volvo-IG Schweiz (Gabi & Rolf Niederer, Willi Wälchli) und der Mithilfe des Volvo Club Österreich, Region Vorarlberg (Reinhard Hämmerle, Thomas Niedermair) entwickelten sich sofort emsige Benzingespräche. Gegen einen kleinen Unkostenbeitrag (noch nicht in Euro, sondern in den grenzüberschreitenden Währungen SFR, AS und DM) liessen wir es uns bei Speis und Trank gut gehen. Nachdem jeder Teilnehmer seine Startnummer plus Informationsmaterial geholt hatte (zusätzlich erhielt jeder Teilnehmer eine tolle, beschriftete Tasse als Präsent) ging die Fahrt im Konvoi nach Dornbirn zum Rolls-Royce Museum. Dieser 150 Jahre alte Gebäudekomplex einer ehemaligen Spinnerei wurde zum grössten Rolls-Royce Museum der Welt umfunktioniert (mit eigener Werkstatt in neuer und alter Ausführung, Ausstellungsraum, stilgerechtem Tea-Room usw.) und1999 eröffnet. Unter der fachkundigen Führung von Museumsinhaber Herrn Vanier, erfuhren wir zusätzlich allerhand Wissenswertes über dieses Kult-Auto (wer`s mag und vor allem das nötige Kleingeld hat!). 
Das verteilte Infomaterial enthielt zusätzlich einen Fragebogen (mit zum Teil nicht so ernst gemeinten Fragen, sprich "Fangfragen", wie sich herausstellen sollte) mit 2 eingebauten Sonderprüfungen (Gleichmässigkeitsfahren, Wettmelken!) 
Weiter ging’s im Konvoi nach Balderswang; Start zum erwähnten Zeitfahren mit Zielort Grasgehrenhütte (wobei ich anfügen muss, dass man ohne Stoppuhr keine Chance hat, waren doch die Besten 1 und 3 Sekunden neben der vorgegebenen Zeit!) Vor dem Abendessen wartete noch ein Gaudi besonderer Art auf die Teilnehmer: Bei einer supponierten Kuh musste in einer bestimmten Zeit so viel Milch (sprich Wasser) gezupft werden, was unter Anfeuerung der andern Teilnehmern geschah; auch lustige oder hämische Zwischenrufe waren zu hören. Da kommt mir immer der olympische Grundgedanke in den Sinn: Mitmachen ist wichtiger als siegen, aber lustig und originell war’s alleweil! 
In der Ankündigung stand was von urig, bayrisch gemütlich, und so war es auch, angefangen von gemischten Salat, Kartoffelsuppe, über Grill-Schweinshaxe, Putenbraten, bis hin zu Kraut, Spätzle und zu guter Letzt Kaiserschmarrn,...... und das Alles bis zum Abwinken! 
In sehr lockerer Art und unter teilweise grossem Gelächter löste dann Rolf Niederer zuerst die Fragen auf und gab anschliessend unter grossem Applaus das Team Krarup aus Basel als Sieger bekannt.
Zu einem weiteren Höhepunkt des Abends entpuppte sich der Diavortrag von Anders Wulf. Er hatte im Jahre 2000 mit seiner Frau Inger an der berühmt, berüchtigten "Oldtimer-Langstreckenrally" London-Peking teilgenommen (notabene mit unserem Zugpferd, einem PV 544, der übrigens von Willi Wälchli aufbereitet wurde, der 5. Schlussrang spricht wohl für sich!) Es würde den üblichen Rahmen sprengen, alle Details zu schildern, aber es war sehr interessant, manchmal fast spannend, und für die ernsten, oder teilweise lustigen Anekdoten, erntete Anders abschliessend den entsprechenden Applaus. Mit den üblichen Benzingesprächen endete ein schöner Tag, an bestimmten Tischen ging es noch recht lange, recht hoch her; ein paar Wenige machten sogar Überstunden!
Nachdem alle gefrühstückt hatten, rief Rolf zur Fahrerbesprechung, bei vorerst trockenem Wetter, was sich leider nach kurzer Zeit brutal ändern sollte. Meinerseits dankte ich allen Teilnehmern für Ihr Erscheinen, dankte den Organisatoren für Ihren Einsatz, der einen reibungslosen Ablauf des Treffens garantierte. Im weiteren erwähnte ich, dass die Herstellung von unserem alten Kleber in neuer Form (innseitig klebend, mit Internet-Adresse, in einer bestimmten Anzahl) von Rolf Niederer gesponsert wurde, was auch entsprechend beklatscht wurde!
Unser letztes Ziel war dann Eichenberg, oberhalb des Bodensees gelegen, was wir, wie schon erwähnt bei strömenden Regen erreichten. Nachdem die Meisten etwas konsumiert hatten, hiess es Abschied nehmen, und ich denke, Alle, die nicht teilnehmen konnten (wollten?), haben etwas verpasst; vielleicht ist das die neue Art von Treffen, grenzüberschreitend, zukunftsweisend und motivierend für Andere?       
Abschliessend möchte ich sagen: ein gelungenes Treffen, mit sehr guter Beteiligung und nochmals ein Dankeschön an die Organisatoren!  

Bericht von Kurt Burkhalter

 
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