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Sie finden hier die Varianten des Volvo 444 mit den Änderungen im Laufe der Jahre und den wichtigsten Angaben zu den einzelnen Typenbezeichnungen

Im Kriegsjahr 1944 wagte sich der Göteborger Automobilbauer an die Konstruktion eines neuen Modells heran. In dieser Zeit ein neues Auto auf die Räder zu stellen zeugte nicht nur von Optimismus, sondern auch von Weitblick. Denn es war nicht irgendeine Fort- oder Weiterentwicklung, basierend auf Vorangegangenem, was da bei Volvo entstand. Der Vierzylinder-Personenwagen mit der Typenbezeichnung 444 orientierte sich an der Zukunft und die schien damals von den Amerikanern vorgezeichnet.

So präsentierte sich die neu entstandene Fliesshecklimousine sehr amerikanisch. Dass die Konstruktion und das Design über 20 Jahre lang aktuell blieben, ist der beste Beweis dafür, dass Gustaf Larson und Helmer Petterson ihre Aufgaben sehr gut lösten.

Der PV 444 mit selbsttragender Karosserie wurde zu einer skandinavischen Legende. Seine Geräumigkeit, seine Anspruchslosigkeit, seine Wirtschaft-lichkeit waren Eigenschaften, die kaum eines der vielen Importwagen in Schweden in diesem Grad zu bieten hatte. So blieb der PV 444 bis Ende 1958 ein Bestseller der in 196 000 Exemplaren hergestellt wurde. Eine gewaltige Zahl zu dieser Zeit.


1944  Im Laufe des Frühjahrs 1944 wurden die Arbeiten mit den drei Prototypen für den neuen kleinen Personenwagen abgeschlossen. Das Auto wurde zu der grossen Volvo-Ausstellung im September fertig gestellt. Der neue, „kleine Personenwagen“ erhielt die Bezeichnung PV 444 (4-Sitze, 40 PS, 1944). Während der Ausstellungszeit wurden 2 300 Kaufverträge für den PV 444 abgeschlossen.

Das neue Automobil erweckte Aufmerksamkeit durch die gewagte Linienführung und die unkonventionelle selbsttragende Ganzstahlkarosserie. Der Motor war ein kurzhubiger Vierzylinder mit sehr niedrigem Benzinverbrauch und 40 PS Leistung. Eine Weltneuheit in punkto Sicherheit war die Windschutzscheibe aus Verbundglas.

1945  In Schweden war die gesamte Maschinenbau- und Werkstatt-industrie von einem langwierigen Streik betroffen. Dies zusammen mit der Benzinrationierung erschwerte die Fertigstellung betriebsfähiger Prototypen des PV 444. Während des Sommers wurde der einzige fahrfähige Prototyp durch ganz Schweden gefahren, von Skåne im Süden bis nach Kiruna im Norden. Der Prototyp legte ganze 30’000 km zurück und überall in Schweden strömten die Menschen, wenn „die Schönheit ins Dorf kam“, wie die Händler in ihren Anzeigen kundtaten. Zum Jahresende war es gelungen, drei fahrbereite Prototypen fertig zu stellen. Einer von diesen wurde rund um die Uhr über mehrere Wochen getestet, damit sich etwaige Fehler und Konstruktionsmängel zu erkennen geben sollten.

1947  Anfang 1947 baute Volvo eine Versuchsserie von zehn PV 444. Die Tests verliefen erfolgreich und im Februar konnten die ersten Exemplare ausgeliefert werden. In diesem Jahr wurden 1 920 Exemplare des PV444 hergestellt.

1948  Für den PV 444 war ein Produktionsvolumen von maximal 8 000 Fahrzeugen geplant und bereits nach dem zweiten Herstellungsjahr waren  4 000 Stück gebaut worden.
 
1949  Es wurde beschlossen, die Serie PV 444 von 8 000 auf 12 000 Exemplare zu vergrössern. Ausserdem entschloss sich Volvo, eine Serie PV 444 als Fahrgestelle zu bauen. Eine Schwierigkeit bereitete die selbsttragende Karosserie und es wurde notwendig, einen Rahmen zu konstruieren, der den Aufbau aufnehmen konnte.

1950  1950 wurde ein Kombiwagen präsentiert, der auf dem PV 444 basierte, Volvo jedoch verkaufte nur Fahrgestelle dieser Ausführung, die von unabhängigen Karosseriefabriken mit Aufbau versehen wurden. Erst 1953 präsentierte Volvo den eigenen „Duett“. Er trug die Bezeichnung 445. Von vorn sah er aus wie ein PV 444, jedoch etwas höher. Hinten hatte er doppelte Türen und da die Karosserie keine hinteren Kotflügel hatte, konnte sie mit glattflächigen Seiten ausgeführt werden. Durch die grosszügigen Innenmasse und die geringen Aussenabmessungen war dieses Modell ein Verkaufsschlager bereits ab Verkaufsbeginn.

1951  Zum Modelljahr 1951 erfuhr der PV 444 eine Reihe markanter Veränderungen. Der markanteste Unterschied gegenüber dem A-Modell lag in der Anordnung des Fahrtrichtungsanzeigers, der als kleiner T-Mast auf dem Wagendach befestigt war. Im Laufe des Jahres rollte der 25 000 PV 444 vom Fliessband im Volvo-Werk Hisingen.

1952  Im Modelljahr 1952 erschien eine Spezialversion des PV 444. Zusätzlich zu der schwarzen Standardausführung gab es nun auch eine graue Lackierung mit Chromleisten an den Kotflügeln und schwalbenähnlichem Emblem vorn und seitlich auf der Motorhaube.

1953  Der PV 444 war das meistverkaufte Auto Schwedens geworden. Es gab ihn mittlerweile in drei Farben schwarz, grau und weinrot. Weinrot war eine neue Farbe für dieses Jahr. Der T-Blinker verschwand wieder vom Dach, u.a. weil diese Anordnung teurer war und es als wenig fachmännisch betrachtet wurde, Löcher in das Dach zu bohren. Aber vor allem nachts konnte man fast nicht unterscheiden, ob nach links oder nach rechts geblinkt wurde. Im Laufe dieses Jahres begann auch die Einführung des neuen Kombiwagens Volvo Duett.

1954  1954 erreichte Volvo neue Produktionsrekorde. Durch das grosse Herstellungsvolumen konnten die Preise gesenkt werden, gleichzeitig präsentierte Volvo als erster Autohersteller feste Reparaturpreise. Volvo führte auch die 5-Jahres-Kasko-Schadensgarantie in Schweden ein.

1955  1955 stellte sich der PV 444 mit einem umfangreichen „Face-Lifting“ vor. Er hatte eine ungeteilte Heckscheibe und die Frontscheibe war breiter und höher geworden. Die Rücklichter wurden anstatt auf den Kotflügeln seitlich an der Karosserie angeordnet und das Reserverad wurde stehend rechts im Kofferraum aufbewahrt, was in grösserem Gepäckraum resultierte (plus 30%). Zum ersten Mal wurden Volvo-Personenwagen nach Kalifornien (USA) exportiert. In Säve, ausserhalb von Göteborg, mietete Volvo ein 35 000 m2 grosses Waldgelände, auf dem eine feste Prüfstrecke angelegt wurde.

1956  Der 100 000. Volvo PV 444 lief am 24. Januar vom Fliessband. Es wurden einige Exemplare des neuen Sportwagens P 1900 verkauft. Dieser war bereits 1954 präsentiert worden und hatte eine Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff und einen 70 PS starken Motor. Der P 1900 war nicht erfolgreich und wurde nur in 67 Exemplaren gebaut.

Wesentlich erfolgreicher dagegen war die grosse Volvo-Neuheit dieses Jahres, ein Modell mit dem Namen Volvo Amazon. Er wurde als Viertürer eingeführt und seine charakteristischen Merkmale waren der geteilte Grill, die gewölbten Kotflügel und die grossen Räder. Den Namen „Amazon“ durfte er jedoch nur in Skandinavien tragen, da „Amazon“ auf dem europäischen Kontinent bereits als Warennamen eines Motorradherstellers eingetragen war. Deshalb nannte man ihn dort 122 oder in Sportausführung 122 S. Der Wagen hatte den strapazierfähigen B16-Motor mit 60 PS und im S-Modell einen 85 PS-Motor.

1957  Die Konzernleitung von Volvo beschloss, sich mit grosser Energie den ausserschwedischen Märkten zu widmen. Auf diese Weise wollte man einen angemessenen Spielraum für den künftigen Zuwachs schaffen. Eine Einführung in den USA war in diesem Sinne ein logischer Schritt, obwohl jemand sagte, Autos an Amerikaner verkaufen wäre ebenso schwer wie Kühlschränke in Grönland abzusetzen.

Die diesjährigen Neuheiten bestanden darin, dass der PV 444 den gleichen Motor erhielt wie der P 122, den B16-Motor und dass der Grill ein feinmaschigeres Gitter hatte, das ein goldfarbenes V-Emblem zierte. Ausserdem wurden die Rücklichter wieder auf den Kotflügeln angebracht.

Die Belegschaft war mittlerweile auf 13 000 angestiegen und jeden Monat wurden 4 500 Personenwagen gebaut.


(Retroaktive Bezeichnung. Die ursprünglichen Bezeichnungen waren PV 444 resp.PV 444 S)

September 1944 – September 1950

Chassis-Nr. 1 – 12 504

Der erste „kleine“ Volvo, wie er genannt wurde, wurde mit dem Namen PV 444 1947 auf den Markt gebracht, bevor er durch das Modell B ersetzt wurde. Daher gibt es viele „47er-Modelle“, auch wenn diese bis 1950 produziert wurden.

Die typischen Merkmale des A-Modells sind die Stossstange in einem Stück, die Lampenringe mit einer Erhöhung, 16 Zoll Felgen und die Position des Volvo Zeichens als Nummernschildhalter auf dem Kofferraumdeckel. Die Innenausstattung unterscheidet sich komplett von allen anderen Modellen. Sie ist in grün und gelb gehalten, der Tachometer ist in der Mitte des Armaturenbretts platziert.

Die einzige beim A-Modell verwendete Farbe ist schwarz. 1950 kam das Spezialmodell AS auf den Markt das in schwarz und taubengrau bestellt werden konnte. Die Innenausstattung des AS-Modells war rot und hatte Gummimatten.

Das A-Modell wurde am häufigsten hergestellt. Während der Produktionszeit gab es viele Änderungen. Das grösste Problem waren die Vibrationen und der Lärm. Die wichtigsten Änderungen waren:

- Motor Typ B4B, 40 PS bei 3 800 U/min

- Hinterachse mit Übersetzung 4.63:1 ab Ch-Nr. 1 501

- Geteilte Kardanwelle ab Ch-Nr. 2 506

- Fangband Hinderachse ab Ch-Nr. 3 636

- Neues Getriebe H3 ab Ch-Nr. 5 078 (vorher H1)

- Federn für die Befestigung der Radkappen ab Ch-Nr. 4 501

- Hinterachse mit Hypoidverzahnung und Übersetzung 4.56:1 ab Ch- Nr.8378

- Servicefreie Stossdämpfer ab Ch-Nr. 10 001

- Tauchbadgrundierung der Karosserie ab Herbst 1949

- Erhöhung der Motorleistung von 40 auf 44 PS ab Ch-Nr. 12 129 (44 PS Motor hat die Bezeichnung 495 301 und beginnt mit Motor-Nr. 13 342. 40 PS Motor hat die Bezeichnung 495 300).


September 1950 – Juni 1951

Chassis-Nr. 12 505 – 20 004
 
Nach sechs Jahren war die Zeit gekommen, das Auto zu modernisieren. Es gab eine Reihe von Änderungen die das B-Modell vom A-Modell unterscheiden. 

Die Bezeichnung Q bedeutet auf der B-Säule montierte Blinker (Fixlight). Diese Fahrzeuge waren für die Telegrafenanstalt (Televerk) und die Exportmärkte bestimmt.

Die BS-BSQ-Modelle hatten wie das AS-Modell rostfreie Zierstäbe, Haubenschwalbe und schwalbenähnliche Motorhaubenheber (seitlich). Die Rücklichter waren jedoch gleich montiert wie beim Standardmodell.

Das B-Modell wurde in schwarz geliefert. Das BS-Modell in schwarz und taubengrau.

- Dreiteiliges Lenkrad mit neuem Hupenring

- Armaturenbrett mit Tachometer vor dem Fahrer und Handschuhfach

- Rundtacho mit Benzin- und Temperaturanzeige

- Blinkerhebel rechts am Lenkrad (vorher unter dem Armaturenbrett, Mitte)

- Handbremse links vom Lenkrad

- Anlasser mit Zündschloss verbunden

- Aschenbecher in den hinteren Armstützen (auch im Standardmodell)

- Vorder- und Hintersitze neu konstruiert

- Sitzpolsterstoffe in blaugrau für das Standardmodell

- Grüne Gummimatten im Standardmodell durch blaue Gummimatten ersetzt. Die BS Spezialmodelle hatten rote Gummimatten (wie AS-Modell)

- Embleme Volvo und 444 in der Mitte des Kofferraumdeckels

- Dreiteilige Stossstangen vorn und hinten mit Bullhorns

- Lampenringe ohne Erhöhung

- Wagenheberaufnahme unter dem Auto

- Kühlerrollo vom Fahrersitz bedienbar

- Kuckuck (Blinker) auf dem Dach

- Motor erhält Nebenstromölfilter

- Getriebe H4 mit Kontrollöffnung im Kardantunnel

- Neue Felgen ohne Federn zur Raddeckelbefestigung

- Automatischer Türkontakt für Innenraumbeleuchtung

- Türanschlag

- Handgas verschwindet

- Nummernschildhalter verschwindet von der Mitte des Kofferraumdeckels zur hinteren Stossstange


Juni 1951 – August 1952

Chassis-Nr. 20 005 – 28 004

Volvo hat sich entschieden in jedem Jahr mit einem neuen Modell auf den Markt zu kommen. Die Volvo Ingenieure konzentrierten sich auf Zubehör und neue Details. Helmer Petterson entwickelte die Sonnenschutte „Gangster-Cap“ für den PV 444. Das Material Bonoplex war dunkelgrün und transparent. Von Anbeginn an war dieses elegante Zubehör sehr populär und passte hervorragend zur Form des PV 444.

Das C-Modell wurde in schwarz geliefert. Das CS-Modell in schwarz und taubengrau.

- 15 Zoll Räder (vorher 16“)

- Reifengrösse 5.90-15“ (vorher 5.00-16“)

- 5 Radschrauben statt 4

- Radgewinde aller 4 Räder gleich (vorher je nach Wagenseite Links- oder Rechtsgewinde)

- Lenkung überarbeitet

- Achse vorn und hinten überarbeitet

- Spurweite plus 1.5 cm

- Blinkerhebel links ab Ch-Nr. 26 905

- Hellere Innenraumbeleuchtung

- Gummi-Einstiegslisten anstelle von Edelstahl ab Ch-Nr. 23 205

- 6 Sicherungen für die Elektrik abzusichern (vorher 4)

- Heizung als Option


August 1952 – Mai 1953

Chassis-Nr. 28 005 – 37 004
 
Die Änderungen beim D-Modell waren meistens technischer Natur. Auf den 1. Januar 1953 verschwand der Kuckuck auf dem Dach und mit diesem Datum wurde die Metallic Farbe maroonrot eingeführt. Dieses Weinrot war sehr schön und etwas völlig neues. Leider war der Cellulose Lack nicht beständig und alle Autos waren nach nur wenigen Jahren matt. Dieses Modell wurde nur während 9 Monaten hergestellt.

Das D-Modell wurde in schwarz geliefert. Das DS-Modell in schwarz, taubengrau und maroonrot.

- Seitenblinker an der B-Säule

- Diebstahlsicherung durch Panzerzündspule

- Lenkung verbessert

- Thermostatisch geregelte Heizung

- Instrumente von VDO anstelle von AC, Ch-Nr. 36 988

- Grüne Blinkerpfeile


Mai 1953 – Dezember 1954

Chassis-Nr. 37 005 – 68 955

Die bedeutendste Neuigkeit mit der Modelländerung war, dass der Preis für den PV 444 fast um 20% gesenkt wurde. Die Farbe perlgrau wurde eingeführt. Das Auto mit der Chassis-Nr. 50 000 steht heute bei einem Volvo Enthusiasten in der Schweiz.

Das E-Modell wurde in schwarz geliefert. Das ES-Modell in schwarz, taubengrau, perlgrau und maroonrot.

- Bullhorns an den Stossstangen werden ersetzt durch flache ab Ch-Nr. 49 771

- Zenith Vergaser Ch-Nr. 47 863 bis 48 772 und ab 55 644 (vorher Carter)

- Carter Vergaser bekommt Handgaszug

- Anlasser von Bosch ab Ch-Nr. 37 640 (vorher AutoLite)

- Lichtmaschine von Bosch ab Ch-Nr. 37 724 (vorher AutoLite)

- Zündspule von Bosch ab Ch-Nr. 66 548 (vorher AutoLite)

- Blinkerkontrolllampen

- Spicer Hinterachse ab Frühjahr 1954

- Heizung wurde Standard

- 5-jährige PV-Garantie eingeführt ab 1. November 1954


Dezember 1954 – Dezember 1955

Chassis-Nr. 68 956 – ca. 98 000

Grosser Wert wurde auf die Verbesserung der Sicherheit gelegt. Erstmals wurde ein Sparmodell aufgelegt, welches unter dem Namen Export verkauft wurde. Grössere hintere Lichter. Parklicht, um das Auto auf den dunklen Strassen zu erkennen wenn es abgestellt wurde.

Das Export Modell verfügte über keine Zierleisten, die Stossstangen waren ohne Hörner und in grauer Farbe (kein Chrom), die Felgen ohne Zierringe. Die Vordersitze bestanden aus einem filigranen Drahtgestell mit sehr dünner Sitz- und Rückenauflage (Camping-Stühle) in grau. Das Auto hatte keine Heizung und keine Armlehnen vorne und hinten.

Das H-Modell wurde in schwarz geliefert. Das HS-Modell in schwarz, perlgrau, maroonrot, kaisergrün, mitternachtsblau und rot metallic. Die Export-Modelle in schwarz.

- Ungeteilte Heckscheibe

- Grössere Frontscheibe, breiter und höher

- Reserverad steht im Kofferraum

- Gummimatte im Kofferraum

- Graue Gummimatten im Innenraum

- Geändertes Instrumentenbrett ab Ch-Nr. 76 645

- Geänderte Rückspiegel

- Beleuchtung über dem Innenraumrückspiegel

- Geänderte Rückleuchten an der Karosserie (vorher auf den Kotflügeln)

- Parklicht vorne weiss, hinten rot in B-Säule integriert

- Defrosteranlage in der Heizung

- Neues Getriebe H5 ab Ch-Nr. 72 001

- Schraubenlenkung von Gemmer ab Ch-Nr. 80 523

- Schlauchlose Reifen für Spezialfahrzeuge ab Ch-Nr. 87 493

- Stossstangen mit breiter Unterkante verschwinden

- Synthetische Lacke werden eingeführt. Eine Anzahl Wagen werden damit lackiert und erhalten einen Farbcode beginnend mit B und fünf Ziffern.- 51 PS-Motor teilweise ab Ch-Nr. 94 155, auf allen Modellen ab Ch-Nr. 94 859


Dezember 1955 – Januar 1957

Chassis-Nr. ca. 98 000 – 131 917

Der Grill des K-Modells bekam einen breiten Chromrahmen und fünf breite Querstreben. Dieser verlieh dem neuen Modell ein modernes Aussehen. Es war nicht ungewöhnlich bei älteren Fahrzeugmodellen kleine Änderungen vorzunehmen, damit dieses etwas moderner daherkam. Dies war die einzige äussere Änderung am K-Modell. 

Der B4B-Motor mit 51 PS wurde offiziell mit dem K-Modell eingeführt. Allerdings wurden bereits die letzten H-Modelle mit diesem Motor ausge-liefert. Der neue Motor mit der geänderten Auspuffanlage verlieh dem Wagen einen einzigartigen Sound. Daran erkannte man das neue Modell sofort. Die Höchstgeschwindigkeit stieg auf 130 km/h. Erstmals konnte der Wagen in fünf verschiedenen Farben und verschiedenen Innenaus-stattungen bestellt werden. Einige Variationen der Innenausstattungen entwarf die Künstlerin Sigvard Bernadotte. Einige Fahrzeuge in Amerika-Ausführung wurden auch nach Norwegen ausgeliefert.

Das K-Modell wurde in schwarz geliefert. Das KS-Modell in schwarz, perlgrau, rot metallic, rivierablau und mitternachtsblau. Die Export-Modelle in schwarz und meergrün. Das Sondermodell California in californiaweiss mit gelb/schwarzer Innenausstattung und B14A-Motor.

- Neuer Grill

- Geänderte Auspuffanlage angepasst an den 51 PS-Motor ab Ch-Nr. 98 271

- Schlauchlose Reifen 5.90-15“ für Standardfahrzeuge ab Ch-Nr. 101 042

- Neue Seitenblinker ohne Positionsleuchten ab Ch-Nr. 108 314

- Neue Zündkerzen mit 14 mm Gewinde ab Motor-Nr. 119 106 (vorher 10 mm)

- Neues Getriebe H6 ab Ch-Nr. 130 563

- Neue Hinterachsaufhängung ab Ch-Nr. 130 943

- Einige H-Modelle wurden vom Werk zu K-Modellen umgebaut, daher kein definierter Übergang in der Typenbezeichnung.


Ab Frühjahr 1957: P-44403, P-44404, P-44408 für USA-Modell

Januar 1957 – August 1958

Chassis-Nr. 131 918 – 196 004
 
Die äusseren Veränderungen am L-Modell waren der geänderte Grill mit grossem V-Emblem, welches ebenfalls auf dem Kofferdeckel angebracht wurde. Die hinteren Blinker wurden kleiner, im Volksmund „Mäusebrüstchen“ genannt, und waren wieder auf den Kotflügeln angebracht. Neu ist der B16A-Motor mit 60 PS. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt das Auto in 23 Sekunden. In die USA wird das Auto mit dem B16B-Motor und 85 PS ausgeliefert. Das erste Auto das serienmässig 100 mph fährt und mit
Befestigungspunkten für Sicherheitsgurte. Die Sicherheitsgurte mussten allerdings extra bestellt und bezahlt werden. Das L-Modell war das letzte und zugleich das am häufigsten hergestellte 444-Modell von Volvo. Es wurden 64 077 Fahrzeuge dieses Typs gebaut.

Das L-Modell wurde in schwarz geliefert. Das LS-Modell in schwarz, perlgrau, rivierablau, mitternachtsblau, smaragdgrün, goldbeige und rubinrot (kirschrot). Das Sondermodell California in californiaweiss.

- Neuer Motor mit der Bezeichnung B16A mit 60 DIN-PS (66 SAE-PS), für die schwedische Polizei und den USA-Markt B16B mit 85 SAE-PS

- Rücklichter mit integriertem Blinker und Bremslicht auf den Kotflügeln

- Vordere Blinker und Parklichter für die USA-Modelle an den Kotflügel-Aussenkanten

- Neuer Kühlergrill mit feinmaschigem Gitter und goldfarbenem V-Emblem (kein V-Emblem bei den USA-Modellen, sondern rundes goldfarbenes Volvo-Emblem)

- V-Emblem auf dem Kofferraum

- Volvo Schriftzug auf dem Kofferraumdeckel unten links (vorher in der Mitte)

- Volvo Schrift auf der Kühlermaske mit separaten Buchstaben

- V-Emblem an der Motorhaube wurde durch eine Chromplatte ersetzt

- Chrom-Zierleisten durchgehend von Motorhaube bis Wagen-Hinterseite

- Elektrische Scheibenwischeranlage ersetzt den Vakuumscheibenwischer

- Gummigelagertes Getriebe

- Befestigungspunkte für Sicherheitsgurten vorne, ab Ch-Nr. 181 634 auch hinten

- Neue Auspuffanlage

- Griffe an Türen und Heckklappe neu mit Daumen-Griff

- Höchstgeschwindigkeitsanzeige bis 160 km/h ab Ch-Nr. 155 549

- Nummernbeleuchtung hinten in Stossstangenhörnern ab Ch-Nr. 173 460

- Hängendes Gaspedal ab Ch-Nr. 191 022

- Geänderte Gummimatte im Kofferraum

 
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